herpesWie viele Menschen erkrankte ich in meiner frühen Kindheit an Windpocken. Einige Narben finde ich immer noch auf meiner Stirn, weil man als kleiner Wildfang natürlich nicht versteht, dass man die Pusteln nicht aufkratzen soll. Viele Jahre später hat das damals auslösende Virus erneut zugeschlagen. Doch hat es nicht mehr den verlockenden Namen “Windpocken”, sondern wird “Gürtelrose” oder auch “Herpes zoster” genannt.

Es fängt von den betroffenen Nervenbahnen ab, wo sich Gürtelrose am Körper zeigt. In meinem Fall bilden sich die stark infektiösen, schmerzvollen Bläschen am unteren Rücken. Jahrelang plagt mich jetzt schon das Virus, da es immer wiederkehrt. Jedes Mal beginnt es mit einem juckenden, ja beinahe stechenden Schmerz. Erst Tage später, nachdem das Virus entlang der Nervenbahnen in die Haut zurückkehrt, wie mir meine behandelnde Ärztin erklärt hat, erscheinen die roten Flecken und die typischen Bläschen, die viele auch vom Lippenherpes kennen. Die Bläschen enthalten eine hoch ansteckende Flüssigkeit.
Des Weiteren fühle ich mich jedes Mal sehr schwach, habe Kopfschmerzen und gelegentlich sogar Fieber. Es fühlt sich also eigentlich wie eine Erkältung an.

Es dauert ein paar Tage, bei mir in der Regel fünf, bis die Bläschen aufbrechen und sich Krusten und Schorf bildet. Nach zwei bis drei Wochen ist der Spuk wieder vorbei und die Gürtelrose ist ausgeheilt. Ein ewiger Kreislauf der Wundenbildung und Wundenheilung begleitet mich also schon Jahr um Jahr. Zum Glück wurde bei mir Gürtelrose früh erkannt und eine schnelle Behandlung konnte in Angriff genommen werden. Ich bekam so genannte Virostatika verordnet. Darunter beispielsweise Brivudin- Tabletten. Somit werden die Dauer und die Intensität der Krankheit auf ein Minimum reduziert.

Wichtig ist, dass Sie bei Verdacht auf der Stelle zum Arzt gehen. Jede Minute zählt! Dazu bekam ich noch lindernde Schmerzmittel sowie Salben mit austrocknender Wirkung verschrieben. Eine so genannte Lotio Alba- Rezeptur aus der Apotheke half wunderbar weiter. Bei der lokalen Schmerzlinderung empfahl mir die behandelnde Ärztin Benzocain oder Polidocanol aus der Apotheke zu beschaffen. Des Weiteren helfe Teebaumöl in Form eines Verbandes. Damit würde die Wunde desinfiziert werden.
Das sind alles Maßnahmen, die sehr hilfreich sind, doch manchmal reicht die ärztliche Behandlung nicht aus. Endlich habe ich auch herausgefunden, wie ich mir selbst ein wenig helfen kann, um die Schmerzen zu lindern und die Heilung heranzutreiben.

Hier finden Sie die Punkte, deren Einhaltung mir während der Erkrankung gut tun:

  • Schonen sie Ihren Körper, belasten Sie nicht das bereits geschwächte Immunsystem!
  • Spielen Sie nicht an Ihren Wunden herum, d.h. keine Bläschen aufkratzen oder aufscheuern!
  • Reinigen Sie ihre Wunden mit Wasser oder Salben, die Ihnen empfohlen wurden!
  • Schmerz und Juckreiz kann mit Vaseline oder den Ihnen verschriebenen Cremes gelindert werden – Der Ausschlag kann durch Homöopathie und Heilschlamm- Packungen gelindert werden
  • Mittel gegen Lippenherpes helfen hier leider nicht


Bei Gürtelrose handelt es sich um eine ernst zu nehmende Krankheit, die ohne Hilfe des Arztes nicht bekämpft werden sollte. Bei erstem Verdacht melden Sie Ihre Bedenken sofort. Ruhen Sie sich aus und lassen Sie Ihre Wunden in Ruhe abheilen.
Mit diesen Tipps ist es mir gelungen, mit der Erkrankung Gürtelrose ein wenig besser umzugehen. Sie wird nie ganz verschwinden, doch beim nächsten Mal bin ich besser gewappnet.