Besenreiser – wie werden Sie diese los?

besenreiserBesenreiser sind unangenehm auffällige Äderchen, welche sich vorwiegend im Beinbereich bilden. Kleinen Äderchen bilden sich unter der obersten Deckhaut aus und werden mit der Zeit deutlich sichtbar. Beschwerden bringen diese meist nicht mit sich, jedoch leidet das gesunde Aussehen der Beine. Wer der Bildung von Krampfadern keine Chance lassen will, der kann mit seinem Wissen über Besenreiser hervorragend vorbeugen.

Allgemeines

Besenreiser sind eine spezielle Unterform der Varikose, also der Krampfadern. Da Besenreiser in ihrer Ausprägung weitaus kleiner ausfallen als Krampfadern, und auch nicht mit den klinischen Problematiken verbunden sind, ist man nicht dazu angehalten diese zwangsläufig entfernen zu müssen. Besenreiser bilden aber eine mögliche Vorstufe für Krampfadern. Die Gefäße des feinen Adernetzes, unter der obersten Deckhaut, werden bei den Betroffenen erweitert und somit sichtbarer. Dies kann so weit gehen, dass sich ein ausgeprägtes Netz von blauen Adern auf der Hautoberfläche zeigt. Alleine deshalb werden Beinreiser bereits behandelt, obwohl keine direkte Gefahr für den Patienten besteht.

Die Entstehung und die Vorbeugung

Beeinflussbare Faktoren, welche die Bildung von Besenreiser begünstigen, sind Bindegewebsschwäche, regelmäßiges Rauchen, unzureichende Bewegung und falsche Ernährung. Direkte Erkrankungen wie eine Fehlleistung der Venenklappen am Herzen sind möglich, jedoch weitaus seltener. Im letzteren Falle wird das Blut aus den Venen nicht vollständig zum Herzen transportiert. Dadurch entsteht ein geringer Blutstau, welcher über längere Zeit Besenreiser hervorrufen kann. Selbst wenn eine direkte Erkrankung vorherrscht, hat der betroffene die Möglichkeit Einfluss auszuüben. Reichlich Bewegung und Sport sind hervorragende Möglichkeiten der Bildung von Besenreiser vorzubeugen und das bestehende Hautbild zu verbessern. Die richtige Ernährung, welche den Körper mit allen benötigten Vitaminen und Spurenelementen versorgt unterstützt ein gesundes Hautbild. Zuletzt sollten das Rauchen und auch der Alkoholkonsum gänzlich gemieden oder auf ein Minimum reduziert werden.

Entfernung von Besenreiser

Besenreiser, die sich einmal voll ausgeprägt haben, also deutlich unter der Haut hervortreten, sind auch mit Sport nicht vollständig wegzubekommen. Dennoch helfen Massagen, Kneippkur und Sport das Hautbild zu verbessern und die Durchblutung im Allgemeinen zu verbessern. Mit diesen Methoden kann man das Hautbild so weit positiv beeinflussen, dass die Besenreiser einfach zu entfernen sind, denn die fachärztliche Entfernung durch einen Phlebologen, also Venenarztes, bleibt jedoch der einzige Weg für jene, welche Besenreiser vollständig loszuwerden versuchen. Für dieses Vorhaben stehen dem Fachmediziner zwei unterschiedliche Wege zur Verfügung. Die Verödung und die Lasertherapie.

Bei der Verödung werden spezielle Medikamente direkt in die Besenreiser gespritzt. Die Wirkstoffe rufen ein Absterben des Blutes innerhalb des jeweiligen Besenreisers hervor, anschließend wird dies vom Körper abgebaut. Die Gefäßwand des Besenreisers fällt zusammen, verklebt und wird ebenfalls vom Körper nach und nach abgebaut. Es wird ein Kompressionsverband verwendet um den Prozess zu beschleunigen, beziehungsweise dem Besenreiser ein erneutes Befüllen mit Blut zu versagen. Nach zwei bis drei Monaten ist der Prozess abgeschlossen.

Bei Besenreisern in den Beinen kann und Füßen kann auch eine Massage helfen:

 

Die Lasertherapie hingegen setzt auf gezielte Bestrahlung mit Licht in einer bestimmten Wellenlänge. Die Wellenlänge wird so gewählt, dass nur das Blut in den obersten Hautschichten Hitze aufnimmt und gerinnt. Dies betrifft somit vor allem die Besenreiser, anderes Gewebe und auch andere Äderchen werden geschont. Auch hier wird das abgestorbene Blut nach und nach vom Körper abgebaut, jedoch gerinnt das Blut durch die direkte Bestrahlung schneller und die Gefäßwand des Besenreisers verklebt ebenso kurzfristiger. Eine Besenreiser Behandlung mittels Lasertherapie kann bereits nach vier bis sechs Wochen abgeschlossen sein.

Das Ziehen von Besenreiser, wie bei Krampfadern, ist de facto nicht empfohlen und wird von Fachärzten auch nicht durchgeführt. Alternative Behandlungsmethoden, zum Beispiel mit Blutegeln, sind wenig erforscht und dadurch mit Risiken verbunden, die nicht abschätzbar sind. Entzündungen, Infektionen und andere Krankheiten bei unsachgemäßer Behandlung können hervorgerufen werden.

Fazit

Neben einer gesunden Lebensweise, ausreichender Bewegung und einer guten Ernährung, um Besenreiser vorzubeugen, wird der Gang zum Phlebologen unumgänglich. Jedenfalls dann, wenn die Besenreiser sich vollständig ausgeprägt haben und man nicht mit diesen leben will. Wer keine Krampfadern haben will, aber Besenreiser bereits hat, sollte spätestens jetzt mit präventiven Maßnahmen beginnen.

 

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